Christians Rede zur „Schule für Alle“ als Möglichkeit zur Lösung des Platzmangel-Problems an der Peter-Härtling-Schule

Bei der 13. Sitzung des Kreistages Schleswig-Flensburg am 24.03.2026, hielt Christian Judith folgende Rede zu unserem Antrag, wonach auch die „Schule für Alle“ bei der Evaluation verschiedener Möglichkeiten zur Lösung des Platzmangel-Problems an der Peter-Härtling-Schule für Kinder mit Förderbedaf miteinbezogen werden sollte.
Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Sehr geehrter Kreistagspräsident, liebe Anwesenden

Und täglich grüßt das Murmeltier.

Heute stellen wir jetzt zum dritten Mal unseren Änderungsantrag.

Und ich weiß, einige haben schon gar keine Lust mehr, sich das anzuhören, auch das kann ich gut verstehe.

Aber warum mache ich es trotzdem? Warum machen wir es trotzdem?

Ehrlich gesagt, ich bin verzweifelt.

Ich kann einfach nicht glauben, dass wir nicht bereit sein wollen, Ideen einer inklusiven Schule, so wie in der UN Behindertenrechtskonvention gefordert, zu denken.

Lasst uns doch wirklich einfach den Mut haben, weiter und mehr zu denken mehr als in diese vier Spiegelstriche, die wir bis jetzt haben.

Wir wollen auch das Konzept der „Schule für alle“ als fünfte Option aufnehmen.

Thomas und auch du, Rüdiger, ihr habt beide bei der Hfa Sitzung gesagt das ganze ist doch ein dynamischer Prozess. Wenn das so ist, wenn Ihr das so meint, das auch dies möglich ist, dann können wir doch diesem Antrag zustimmen.

Und es gibt kein inhaltliches Argument, dass dem widerspricht.

Der nächste Punkt: Die von uns gewünschte Anhörung.

Wir wollen diese, weil das Thema Inklusion und Ge Schulen ein sehr komplexes ist und richtungsweisend ist.

Richtungsweisend für das Thema in was für einer Gesellschaft wollen wir leben. In einer Gesellschaft des Miteinanders oder in einer Gesellschaft der Separation und der Aus- und Abgrenzung.   

Diese Anhörung ist zwar nicht im Ursprungs Antrag, aber wurde mehrfach von Mario versprochen. Wenn wir sie sowieso machen, dann können wir dies auch in den Antrag schreiben.

Es gibt kein inhaltliches Argument dagegen.

Und zum Schluss zum Thema Beteiligung bei der Erstellung der Matrix. Hier steht im Ursprungsantrag drin, das die neben Schulleitung, die Schulrätin und das zuständige Ministerium in Kiel mit einbezogen werden soll.

Wir wünschen uns auch eine Einbeziehung der Elternvertretung, der Schülerinvertretung, interessierte Kreispolitiker*innen (klar da wäre ich gern dabei) und natürlich unseren Beauftragten für behinderte Menschen.

Auch das ist nicht verkehrt.

Sondern zeigt ihr, wie wir einen solchen komplexen Prozess umsetzen wollen.

Ich bitte Euch unserem Antrag zuzustimmen

Und Zum Schluss.

Ich freu mich aber jetzt schon sehr auf die Anhörung, hier werden wir sicherlich sehr viel tiefer darüber diskutieren, was Inklusion ist, was die Behindertenrecht Konvention von uns fordert und wie wir Bildung umsetzen wollen.

Und vielleicht schaffen wir es ja sogar noch weitere Ideen zu entwickeln, wie wir ein gemeinsames Leben von Menschen mit und ohne Behinderung hier in unserem Kreis gestalten wollen.

Danke schön.